Jeder hat sein Päckchen zu tragen...

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... und das ist Meins:

Tja, wo fängt man an zu schreiben...

Ich notiere das Jahr 1986, ich spiele in einem Verein Fussball, rechts aussen. Seit meinem 14.Lebensjahr spielten wir -überwiegend- auf einen roten Hartplatz und mit Schraub-Stollenschuhe. Training, Spiele, Turniere und auch aufgeriessen Knie warem im Programm enthalten. Das war eine tolle Zeit, wir hatten super viel Spaß. Und da ich damals noch wirklich sehr dünn war, tat das auch meiner Figur ganz gut.

Was damals aber noch keiner wußte (woher auch!), ist, das ich einen Lendenwirbel zu viel habe und durch diese schnelle Sportart Stop-and-Go meine Bandscheibenflüssigkeit schon stark beeinträchtigt war.

So ist passiert, was kommen musste!
Eines Tages konnte ich mich nicht mehr bewegen, nichts ging mehr. Eine Bandscheibe ist hat sich regelrecht aufgelöst und eine hatte fatal auf einen Nerv gedrückt. Nur mit einer Spritze und Krankengymnastik konnte ich wieder hergestellt werden.

Diagnose: Bandscheibenvorfall
Ich bekam Schuheinlagen für meine Füße und mit Nachdruck wurde mir ans Herz gelegt, jegliche Ballsportarten, die schnelles Stop-and-Go beinhalten, zu unterlassen. Nun sind eine Bandscheibe zerstört und eine ziemlich angeschlagen. Aus dieser Diagnose heraus wurden mir 20% Behinderung anerkannt. So ein Mist und das mit ca 20 Jahren!

Also hab ich angefangen Fahrrad zu fahren und auch ein bischen Ski. Aber leider hatte es mich auch bei letzterer Sportart in Österreich niedergeriessen. Wir waren mit einer Gruppe von 15 Leuten unterwegs und einer davon hatte tatsächlich Erfahrung mit Saugnäüfen und Akkupunktur und hatte sie auch noch dabei! Mein Glück, denn ich konnte die Heimreise ohne größeren Schmerzen wieder antretten.

Nun haben wir schon März 2008:
Ich liege auf dem Sofa und es geht nichts mehr. Nachdem ich zuvor schon bei meinem Hausarzt war, konnte mir die Krankengymnastik anscheinend nicht wirklich helfen. Das schlimmste jedoch war, das meine beiden Kinder sehen mußten, wie ich letztendlich vom Notarzt in den Krankenwagen geschafft wurde und unter starken Schmerzmittel ins Krankenhaus kam.

Diagnose: großer Bandscheibenvorfall, MRT

Jetzt sind wir bei heute, Oktober 2011:
Gerade bei bevorstehenden Wetterwechsel macht sich mein "Päckchen" gerne bemerkbar. Ich achte auf richtiges Bücken und was man sonst noch so alles gelernt hat und doch ist es wieder soweit. Meine Bewegungen sind stark eingeschränkt. Ich hoffe sehr, dass sich alles wieder einrengt, ohne Krankenwagen.

Von einer OP wurde bislang abgesehen, da auch das Narbengewebe durchaus auf die Nerven drücken kann und ich auch für eine OP zu jung war.
Das ist mein Päckchen, was ich zu tragen habe, mal mehr und mal weniger schwer.

Ich denke, jeder hat sein persönliches Päckchen und ich bewundere Jeden, der es schafft, damit fertig zu werden. Ich danke Dir, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Worte zu lesen.



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Erstellt am: 06.09.2011

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